DAFNE

Dafne-Fantasien - Eine szenisch-musikalische Annäherung mit den Mitteln des Figurentheaters

 

Der Mythos von der Nymphe Dafne, die vor der Liebe Apollos flieht, indem sie sich in einen Lorbeerbaum verwandeln lässt, ist vielfach auch musikalisch bearbeitet worden. Auch Heinrich Schütz hat sich ihm gewidmet - im Zuge der Erfüllung eines Auftrags seines Dienstherrn. Dieser, Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen, benötigte 1627 eine Hochzeitsmusik zur Verheiratung seiner Tochter, doch sah sich Schütz zunächst außerstande, diesen Auftrag auszuführen. Zu frisch war der Verlust seiner eigenen Frau Anna Magdalena. Er empfahl Jacopo Peris Oper La Dafne favola drammatica, und Martin Opitz übersetzte den italienischen Text. Er dichtete diesen jedoch so frei nach, dass Schütz letztendlich doch die Musik hierfür neu komponieren musste.
Die Musik von Heinrich Schütz ist verloren, einzig das Opitzsche Libretto ist erhalten. Doch durch die im Bunraku-Stil geführten Figuren und einen sensiblen dramaturgischen Umgang mit dem erhaltenen Text im Zusammenklang mit Musik von Heinrich Schütz, Claudio Monteverdi, Marco da Gagliano, Carlo Farina, Andreas Hammerschmidt, Adam Krieger u.a. wird im Figuren-Musik-Theater „Dafne-Fantasien" in einer faszinierenden Kombination aus Puppenspiel und Alter Musik eine Annäherung an den Stoff wie an den klingenden Zeitgeist jener Festaufführung in Torgau im Jahr 1627 versucht.

 

Das Projekt ist eine gemeinsame Produktion der Mitteldeutschen Barockmusik e.V. mit der TPT Theater & Philharmonie Thüringen GmbH und der Batzdorfer Hofkapelle.

 

Puppenspieler
Marcella von Jan | Christine Müller | Lys Schubert | Sebastian Putz

Sprecher
Mathias Lenz

Solisten
Birte Kulawik, Heidi Maria Taubert | Sopran
Benjamin Glaubitz, Michael Schaffrath | Tenor
Johannes G. Schmidt | Bass

Batzdorfer Hofkapelle
Johanna Seitz | Harfe
Elisabeth Seitz | Psalterium
Michael Dücker Laute/Barockgitarre

Leitung, Laute und musikalische Fassung: Stephan Rath

Regie: Astrid Griesbach
Dramaturgie: Friederike Böcher
Puppen | Bühnenbau: Jan Hofmann
Technik | Ton: Jürgen von Jan, Andreas Böttger