Händel: Die italienischen Kantaten für Bass

Bis heute legen Händels Italienische Kantaten für Bass von den Fähigkeiten ihrer ersten Interpreten ein so einschüchterndes Zeugnis ab, dass sich z.B. wegen des verlangten exorbitanten Stimmumfangs, der aberwitzigen Sprünge und bizarren Lagenwechsel bislang nur wenige Bassisten an die beiden für Neapel entstandenen Kantaten HWV 98 und 136a heranwagten. Raimund Nolte, der Solist der vorliegenden Aufnahme, meint dazu: "Die beiden Kantaten sind ein völlig anderes Kaliber als die Basspartien, die Händel später in seinen Londoner Opern für so berühmte Sänger wie Boschi oder Montagnana geschrieben hat."

Für Rom entstanden zwei weitere Basskantaten, die zwar weniger zirzensische Virtuosität verlangen, aber gleichermaßen musikalisch überzeugen können. Angereichert mit Kammermusik Händels entstand eine virtuose Kammerakademie, wie sie sicherlich auch in den Palazzi der italienischen Gönner Händels stattgefunden haben könnte.